Bereits 127 Kältetote in Polen

Der extrem harte Winter, der dieses Jahr schneller als üblich mit Schnee und Tiefsttemperaturen von bis zu -14° Celsius zugeschlagen hat, forderte in Polen bereits 127 Opfer in nur sechs Wochen. Acht Menschen erfroren während der Weihnachtsfeiertage. Bei fast allen Opfern handelt es sich um Obdachlose und meist unter Alkohol stehende Männer zwischen 35 und 60 Jahren, die nicht mehr rechtzeitig eine Unterkunft finden konnten. Immer wieder bittet die Polizei die Bevölkerung, einen Notdienst zu rufen, wenn sie Menschen auf Parkbänken oder Straßen liegen sehen. Im vergangenen Jahr erfroren nach offiziellen Angaben, fast dreihundert Menschen in Polen – die meisten von ihnen im Januar. Die bereits jetzt so hohe Zahl an Todesopfern lässt befürchten, dass in diesem Winter wesentlich mehr Obdachlose aufgrund der Kälte sterben werden. Auch in Deutschland wurde am vergangenen Sonntag ein Obdachloser Mann erfroren aufgefunden. Er hatte allerdings mehrere Hilfs- und Unterkunftsangebote von Streetworkern abgelehnt, die ihn noch kurz vor seinem Kältetot besucht hatten.

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