Polen plant AKW an der Ostsee

Polen hat inzwischen konkrete Pläne, um sein erstes Atomkraftwerk an der Ostsee zu bauen. Aktuell sind drei verschiedene Küstenorte im Gespräch, wie der Energiekonzern PGE mitteilte. In zwei Jahren fällt die Entscheidung darüber, ob in Gaski, Chozewo, oder Zarnowiec gebaut werden soll. Allerdings wird noch in diesem Jahr ein Auftrag ausgeschrieben werden, damit der Konstrukteuer des Atomkraftwerkes feststeht. 2020 müsste dann der erste Strom hier produziert werden. Insgesamt sollen zwei Kraftwerke in Polen entstehen, die jeweils eine Leistung von 3000 Megawatt erzeugen. Polen deckt bisher seinen Strombedarf zu 94 Prozent durch Kohlekraftwerke und hofft, durch eigene AKW’s unabhängiger von Gas- und Ölimporten zu werden. Außerdem hat Polen durch die Nutzung der Kohlekraft große Probleme, die von der Europäischen Union vorgeschriebenen Quoten bei der Treibhausgasemission zu erreichen. Derzeit klagt die EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Polen, da es hier bisher nicht gelang, die Feinstaub-Richtlinien der EU einzuhalten. Noch immer ist Polen das europäische Land, mit der höchsten Feinstaubbelastung, obwohl diese in den vergangenen zwanzig Jahren bereits um 30 Prozent gesenkt wurde. Das es auch andere Alternativen gibt und die Probleme mit Atomkraftwerken, die unendlich lang strahlenden Abfall erzeugen, noch viel größer werden, ignoriert die polnische Regierung in ihrem Wunsch noch Unabhängigkeit im Energiesektor.

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