Wie in Warschau jetzt bekannt gegeben wurde, wird eine der seltenen Bison-Herden, die frei in einem polnischen Naturpark leben, vermisst. Bei der letzten Zählung fehlten 20 der Tiere, wie Marek Marecki von der Forstbehörde mitteilte. Die Förster vermuten, dass die Tiere einfach die Grenze zur Ukraine überschritten haben und sich möglicherweise dort niederlassen werden. Dies kam bereits mehrfach in der Vergangenheit vor. Allerdings besteht dort die Gefahr, dass sie von Wilderern erlegt werden, da das angrenzende Gebiet in der Ukraine nicht in gleichem Maße geschützt wird, wie in Polen. 300 wilde Bisons leben inzwischen wieder in Polen, nachdem sie Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fast ausgestorben waren. Durch die guten Kontrollen und Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen, konnte sich ihr Bestand in den letzten Jahrzehnten allmählich erholen.
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„Tür an Tür“: Deutsch-polnische Ausstellung in Berlin
E10: Autofahrer tanken vermehrt in Polen
Auch so kann er aussehen, der Deutsch-Polnische Austausch. Während sich aufgrund der in die Höhe geschossenen Preise für Zucker in Polen, Grenzgänger aus Polen in deutschen Supermärkten mit Zucker eindecken, stehen Deutsche an polnischen Tankstellen Schlange. Selbst eine Fahrt von Berlin bis zur polnischen Grenzstadt Slubice, lohnt sich schon für viele deutsche Autofahrer, die sich einfach nicht an das neue Ökobenzin E 10 gewöhnen können, oder wollen – und Super ist immer noch wesentlich teurer, als das Normalbenzin in Polen. „Wir tanken immer in Polen – unser Fahrzeug verträgt kein E10“, bestätigt ein befragter Renault-Fahrer aus Märkisch-Oderland. 1,28 Euro kosten hier Benzin und Diesel – für die meisten Deutschen ein Schnäppchen. So hat sich inzwischen ein reger „Tanktourismus“ eingespielt, von dem beide Seiten profitieren. Und auch die deutschen Supermärkte freuen sich über die zusätzlichen Gewinne durch die Zucker-Hamsterkäufe. Manchmal klappt das mit der Länder-übergreifenden Kooperation eben auch ganz ohne die Mitwirkung der Regierung – ob sie will oder nicht 😉
Polnische Zollbeamte entdecken unbekanntes Bild von Renoir
Auguste Renoir (1841 – 1919) „Für mich muss ein Gemälde vor allem schön, liebenswert und erfreulich sein….Es gibt in diesem Leben genug unangenehme Dinge, man muß nicht noch neue dazu schaffen“. Mit dieser Einstellung bekannte sich der französische Maler zum Impressionismus und widersprach gleichzeitig der zu seiner Zeit dominierenden künstlerischen Darstellung von gesellschaftlichen Problemen. Dies sieht man seinen Bildern auch an, oft hell und unbeschwerte Ausschnitte aus dem Leben zeigen, ohne Mißstände zu thematisieren. Trotz der damals kritisierten fehlenden Tiefe, zählen seine Bilder noch immer zu den schönsten und bekanntesten Gemälden der Welt. Umso überraschter waren polnische Zollbeamte, als sie bei der Kontrolle eines für die USA bestimmten Paketes, ein bisher völlig unbekanntes Gemälde von Renoir fanden. Wie die Warschauer Staatsanwaltschaft bekannt gab, haben amerikanische Experten die Echtheit des Bildes bestätigen können. Es zeigt zwei rot gekleidete Frauen und ein Kind in der Landschaft der Cagnes-sur-Mer. Jetzt wird nach dem Absender und dem angegebenen Empfänger des Bildes gefahndet, wobei natürlich von besonderem Interesse ist, wie dieses Bild in deren Besitz gelangt ist und so lange unentdeckt bleiben konnte.
Hamsterkäufe wegen hohen Zuckerpreis
„Es dauert keine Stunde, dann ist wieder eine Palette weg“, sagt Silvia Becker, Abteilungsleiterin im Görlitzer „Marktkauf“. Gemeint ist damit der Zucker, der seit einigen Tagen in schwindelerregender Geschwindigkeit aus den Regalen verschwindet. Der Grund: In Polen stieg der Preis für Zucker auf über 1,20 Euro (5 Zloty) pro Kilo, während er in deutschen Geschäften bei rund 65 Cent liegt. Die Hamsterkäufe betreffen nicht nur Görlitz. In so ziemlich allen Lebensmittelmärkten, die in der Nähe der polnischen Grenze liegen, wird derzeit ein so hoher Zuckerumsatz verzeichnet, dass die Zulieferer kaum hinterher kommen. Dabei gab es keinerlei Mangel an Zucker, sondern eine Überkapazität von mehreren Millionen Tonnen innerhalb der EU – weshalb diese dann auch beschloss, den Zuckermarkt zu reformieren und die Produktionsquoten zu senken. Nicht einkalkuliert wurde aber dabei, dass es durch weltweite Missernten tatsächlich mal schwierig werden könnte, eventuell fehlende Bestände zu importieren. Um die polnischen Landwirte jetzt wieder zu motivieren, mehr auf Zuckerrübenanbau zu setzen, hat die Regierung Polens den Landwirten höhere Einnahmen versprochen. Das wiederum haben die Händler – noch bevor höhere Preise gezahlt werden mussten – zum Anlass genommen, die Preise drastisch zu erhöhen. Ähnliches könnte in Deutschland folgen, da aufgrund der immer öfter leeren Regale auch deutsche Konsumenten dazu übergegangen sind, Zucker auf Vorrat zu kaufen. Dadurch steigt die Nachfrage und mit dieser auch der Preis.